Donnerstag, 17. Januar 2019

So wie Kupfer und Gold; Rezension

Gute Idee, Durchwachsene Umsetzung

Allgemeine Informationen:
Buch: So wie Kupfer und Gold
Autor: Jane Nickerson
Verlag: Cbj
Medium: Buch 

Inhalt:
In dieser Adaption des Märchens Blaubart geht es um Sophia, deren Eltern beide verstorben sind und die daraufhin von ihrem Patenonkel Monseur Bernard aufgenommen wird. Bei ihm lebt sie nun in einem luxuriösen Anwesen in Mississippi, wo sie ein neues Leben mit ihrem attraktiven Patenonkel, der wie sich schnell zeigt auch seine dunklen Seiten hat.

Rezension:
Wie in jeder Rezension beginne ich mit den Aspekten, die mir an dem Buch positiv aufgefallen sind.
Die Wahl der Themen gefiel mir sehr. Unter anderem wurde das Thema Sklaverei in Amerika und die damit verbundene Brutalität im Buch beschrieben. Dies geschah zwar etwas abgeschwächt, was in einem Jugendbuch jedoch sehr angemessen ist, da ich übertriebene Gewalt in Jugendbüchern eher kritisch betrachte.
In gewisser Weise wurde auch das Stockholm-Syndrom thematisiert, da Sophia von ihrem Onkel in gewisser Weise von der Außenwelt abgeschottet wird, jedoch trotzdem mit ihm sympathisiert. Mehr kann ich hier jedoch, ohne zu spoilern, nicht ins Detail gehen.
Auch die Vorlage des Märchens Blaubart wurde gut eingebunden. M. Bernard passte perfekt in die Rolle, da er gleichzeitig als sympathisch und gut aussehend, jedoch auch als launisch und düster beschrieben wurde. Dieser düstere Stil wurde auch auf sein Anwesen übertragen, sodass man als Leser immer eine gothic-ähnliche Scene vor Augen hatte, was sehr gut zur Thematik des Buches passt.
Die zweite Hälfte des Buches hat mir auch sehr gefallen jedoch...

... war die erste Hälfte des Buches nicht sehr spannend und interessant, was mich zu meinem ersten negativen Punkt dieses Buches bringt. Ich verstehe, dass die Isolation Sophias ein großer Teil der Handlung ist, jedoch wandert sie oft ziellos durch das Anwesen, ohne dass die Handlung großartig vorangetrieben wird. Es werden zwar Ereignisse, wie ein Gottesdienst etc., beschrieben, jedoch waren diese meist banal und langweilig. Dadurch, dass nur ab und an etwas für die Story relevantes passiert sind die ersten 150 Seiten sehr langatmig und wirken gestreckt.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was bei Jugendbüchern oft der Fall ist, jedoch passt dieser teilweise nicht zu der Zeit in der die Handlung stattfindet. Zum Beispiel benutzte Sophia einmal in einem inneren Monolog den Ausdruck "und so", der im Jahre 1855 sicher nicht verwendet wurde. Dies holte mich von der Geschichte leider wieder in die Realität zurück und war auch leider kein ein Einzelfall.

Fazit:
Im großen und ganzen war dieses Buch in Ordnung und hat mich stellenweise gut unterhalten. Leider muss man sich erst durch die ersten Seiten kämpfen, damit die Geschichte fahrt aufnimmt. 

Bewertung:


Quellen:
Infos zur Cover Nutzung: https://www.randomhouse.de/FAQ/aid65375.rhd#content
Link zum Buch: https://www.randomhouse.de/ebook/So-wie-Kupfer-und-Gold/Jane-Nickerson/cbj-Jugendbuecher/e431318.rhd

Sonntag, 6. Januar 2019

NSA-Nationales Sicherheits-Amt; Rezension

Überraschend und innovativ

Allgemeine Informationen:

Buch: NSA-Nationales Sicherheits-Amt
Autor: Andreas Eschbach
Verlag: Lübbe
Medium: Hörbuch

Inhalt:
Der Roman befasst sich mit dem zweiten Weltkrieg, jedoch unter der Voraussetzung, dass die Analytical Engine gebaut wurde und somit Computer, Mobiltelefone und das Internet vorhanden sind. 
Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, um die Bürger Deutschlands zu überwachen. Nach dem diese ihr Privatleben in Gefahr bringen regen sich in ihr jedoch Zweifel. 

Rezension:
Zu aller erst möchte ich erwähnen, was mich überhaupt dazu bewogen hat dieses Buch zu lesen. Ich selbst interessiere mich stark für Geschichte und studiere Informatik, was beides in diesem Buch seinen Platz findet. Jedes mal wenn Helene über ihre Programme spricht und z.B ein Komma vergessen hat (was durchaus einer der häufigsten Fehler beim Programmieren ist) musste ich schmunzeln. Auch die Erwähnung der geschichtlichen Hintergründe der analytical Engine und der ersten Programmiererin Ada Lovelace ließen mein Nerd-Herz höher schlagen. Sehr charmant war auch, dass Eschbach auch die korrekte Zeitlinie betrachtet hat, indem er den Geschichtsstudenten Artuhr in den Roman eingebunden hat, der eine Studienarbeit darüber geschrieben hat, was wäre, wenn der erste Computer nicht fertiggestellt wäre. Sein Gespräch mit Helene über diese Annahme war sehr unterhaltsam!
Die Grundidee, dass dieser erste Computer doch fertig gestellt wurde ist in diesem Buch sehr gelungen ausgearbeitet und irgendwann findet man es nicht mehr seltsam, wenn Menschen in der Nazi-Zeit ihr Handy zücken und sich gegenseitig Nachrichten schreiben oder in ein Forum posten. Es wurde auch sehr realistisch aufgezeigt, inwiefern das Nazi-Regime diese Entwicklung für ihre Propaganda und auch für die totale Überwachung der Menschen ausnutzt.
Des Weiteren mochte ich die Charaktere des Buches sehr. Sie waren sehr realistisch dargestellt und nicht in gut und böse aufgeteilt. Helene, die meist gute Absichten verfolgt, war nicht unfehlbar und hatte auch ihre schlechten Seiten. Im Gegensatz dazu steht ihr Kollege Lettke, den ich absolut nicht leiden konnte, was jedoch vom Autor beabsichtigt war. Jedoch gab es auch bei diesem einige Momente in denen ich regelrecht Mitleid mit ihm hatte. Eine solche Darstellung von Charakteren gefällt mir immer sehr gut, da sie dem Roman sehr viel realistischer macht, da auch im echten Leben jeder seine guten und seine schlechten Seiten hat.
Auch das Ende hat mich vollends überzeugt und mich letztendlich dazu bewegt dieses Buch in meine Favoriten aufzunehmen. Viel möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern, aber es hat sehr gut zum Rest des Romans gepasst und ein anderes hätte mir vermutlich das ganze Buch verdorben. Es lässt einen nicht mehr los und passt perfekt zu der eher bedrückten Stimmung des Romans.

Leider muss ich jedoch einigen Menschen davon abraten dieses Buch zu lesen, da sexueller Missbrauch und auch Vergewaltigung sehr explizit beschrieben werden und dies bei Betroffenen einen Trigger darstellen könnte.

Fazit:
NSA ist ein wirkliches Highlight und ich empfehle es jedem, der sich für Geschichte oder Computer interessiert. Die totale Überwachung und die Grausamkeit des Nazi-Regimes wurden sehr gut miteinander verbunden und hat mich wirklich komplett überzeugt. Eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung:

Quellen:
Infos zur Cover Nutzung: https://www.luebbe.com/de/presse/blogger-relations/startseite
Link zum Buch: https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/sonstige-belletristik/nsa-nationales-sicherheits-amt/id_5802102

Sonntag, 15. April 2018

Meine Lieblingsbücher

Eine Liste meiner aktuellen Lieblinge 


Der Herr der Ringe:
Eine Buchreihe, die mir wirklich sehr ans Herz gewachsen ist. Ich habe damals angefangen "Der Hobbit" als Hörbuch zu hören und habe mich dann entschlossen, den ersten Herr der Ringe Band zu lesen. Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht in die Welt von Mittelerde einzutauchen und Frodo mit seinen Gefährten auf ihrer Reise zu begleiten. Momentan lese ich den zweiten Band und bin wieder vollends begeistert.

Die Teerose:
Ein wirklich schöner historischer Roman mit einer starken Protagonistin, den ich ich als Hörbuch genossen habe. Es spielt in London ende des 19. Jahrhunderts und geht um ein 17 Jähriges Mädchen namens Fiona, das davon träumt ihren eigenen Laden zu eröffnen und somit der Armut zu entfliehen. Mir hat es Spaß gemacht Fiona bei ihrer Entwicklung zu begleiten und zuszusehen, wie sie auch noch so schwierige Situationen meistert. 

Erebos: 
Erebos ist mein absolutes Lieblings-Jugendbuch, das ich schon mehrmals gelesen habe. In dem Buch ist ein Videospiel im Umlauf, dass die Spieler in eine World of Warcraft ähnliche Spielwelt eintauchen lässt. Diese dürfen jedoch niemals über dieses Spiel sprechen oder beim Spielen beobachtet werden, des Weiteren haben sie nur eine Chance es zu spielen, das heißt wenn sie sterben können sie es nicht mehr starten. Der Protagonist Nick verfällt zunächst dem Spiel, merkt aber schnell, dass einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Dieses Buch fesselt mich jedes mal aufs Neue. Ursula Poznanski hat einen wirklich tollen Schreibstil, der einen vollkommen in das Buch eintauchen lässt und es unglaublich spannend macht. 

Honigtot: 
Dieses Buch habe ich erst neulich beendet, es hat mich aber vollends überzeugt. Es spielt in Deutschland zu Zeiten von Hitlers Machtergreifung bis hin zum Ende des zweiten Weltkriegs. Dabei werden die Machenschaften der Nazis ungeschönt und gut recherchiert beschrieben und gleichzeitig verfolgt man die Geschichte einer Familie deren Schicksal durch einen Nazi-General geprägt wird. Honigtot hat mich wirklich begeistert, da es eine spannende Geschichte liefert, jedoch nicht zimperlich mit Details umgeht. Stellenweise musste ich das Lesen kurz pausieren, um über das Gelesene nachzudenken, oder Personen zu recherchieren, die in diesem Buch vorkommen. Ein historischer Roman der mich zum Nachdenken gebracht hat und dadurch zu meinen Favoriten zählt.

Momo:
Ein Klassiker, den glaube ich jeder kennt und den ich deshalb wohl nicht zusammenfassen muss. Dieses Buch habe ich schon als Kind sehr gerne gelesen und ich greife immer wieder darauf zurück wenn ich etwas über das eigenartige Mädchen und die gemeinen grauen Herren lesen möchte. Momo erinnert mich jedes Mal daran, wie wertvoll unsere Zeit ist und dass es sehr wichtig ist sie sinnvoll zu nutzen.

Qualityland:
Ein relativ neues Buch das vor allem durch seinen Witz überzeugt. In Qualityland geht es um eine Zukunft in der alles optimiert wurde. Ein Programm sucht einen den besten Partner aus, in jedem Restaurant gibt es das beste Essen und Menschen werden in Level eingeteilt, die sich durch eine gute Arbeit, gutes Aussehen etc. verbessern. Es ist ein wirklich sehr gesellschaftskritisches Buch, das aber durch unglaublich viel Witz nicht belehrend wirkt. Mich hat es komplett überzeugt.

Shining: 
Das erste Stephen King Buch, das ich gelesen habe und das meine King-Sucht zu verantworten hat. Eine Familie zieht über Winter in ein Hotel in dem es nicht mit rechten Dingen zugeht. Nach und nach spitzt sich die Lage zu und es entwickelt sich eine überaus gefährliche Situation. Das Buch spart nicht mit grausamen Details und Stephen King bekommt es wieder einmal hin den Alltag in Horror zu verwandeln und mir einige schlaflose Nächte zu verschaffen.



Sonntag, 1. April 2018

Du; Rezension

Verstörend und fesselnd

Allgemeine Informationen:
Buch: Du
Autor: Zoran Dvrenkar
Verlag: Ullstein

Inhalt:
Ein Mann, der von Allen "Der Reisende" genannt wird verbreitet seit Jahren durch seine skrupellosen Morde Angst und Schrecken. 

Fünf Mädchen begeben sich mit 5kg Heroin im Gepäck auf die Flucht.

Ein Vater der über Leichen geht um sein Heroin wieder zu bekommen und Rache zu üben verfolgt sie.

Alle bewegen sich aufeinader zu und du beobachtest sie.

Rezension:
Zu aller erst ist mir, wie vermutlich allen Lesern die außergewöhnliche Erzählweise des Buches aufgefallen. Die Story wird in der "Du-Perspektive" erzählt, also nicht wie gewöhnlich aus der Sicht eines auktorialen Erzählers oder der Ich-Perspektive. Dies gibt "Du" einen besonderen Charme und hat mich sofort in den Bann gezogen.
Auch dass die selbe Geschichte und sogar teilweise die selben Abschnitte aus der Sicht unterschiedlicher Personen erzählt wurde gefiel mir sehr gut. Dadurch hatte man auf die selben Geschehnisse unterschiedliche Sichtweisen, was dem Leser vor Augen führt, dass verschiedene Personen die gleichen Geschehnisse anders wahrnehmen.
Spannung kam in diesem Buch auch nicht zu kurz. Es hat mich durchweg gefesselt und teilweise auch verstört, aber darauf möchte ich nicht weiter eingehen, um den Lesespaß nicht zu verderben.
Leider konnte mich "Du" nicht gänzlich überzeugen, da es an einigen Stellen, vor allem gegen Ende, sehr philosophisch und realitätsfern wurde, was das Buch zum einen zäh und auch ziemlich verworren gestaltete.
Des Weiteren hat mich gestört, dass in meiner Ausgabe viele Rechtschreibfehler waren und eine Person statt Taja öfter Tanja genannt wurde.

Fazit:
Im Großen und Ganzen hat mich "Du" sehr gut unterhalten und wirklich gefesselt. Dennoch würde ich dieses Buch nicht jedem empfehlen, da es möglicherweise für zart besaitete Leser nicht geeignet ist.

Sonntag, 25. März 2018

Hologrammatica; Rezension (Vorableseexemplar)

Spannend und innovativ

Allgemeine Informationen:
Buch: Hologrammatica
Autor: Tom Hillenbrand
Verlag: KiWi
als Rezensionsexemplar von: vorablesen.de

Inhalt:
Galahad Singh ist ein Quästor am Ende des 21. Jahrhunderts, das bedeutet er sucht verschwundene Personen, was sich zu dieser Zeit nicht einfach gestaltet. Eine neue Technologie ermöglicht es das Gehirn zu digitalisieren und in verschiedene "Gefäße" hochzuladen, die wie Menschen aussehen. Dadurch ist es möglich die Identität sehr oft zu wechseln. Als Galahad beauftragt wird eine verschwundene Programmiererin zu finden, die an Verschlüsselungen für digitalisierte Gehirne arbeitet, stellt sich herraus, dass sie vermutlich von einem anderen talentierten Programmierer entführt wurde. Nach einiger Zeit fällt ihm auf, dass bei diesem Auftrag einiges nicht mit rechten Dingen zugeht...

Rezension:
Hologrammatica ist ein Thriller der mir wirklich sehr gut gefallen hat. Er ist durchweg spannend und hat eine wirklich interessante Story die nicht langweilig wird. 
Der Protagonist ist sehr sympathisch, hat aber auch seine Fehler was ihn sehr glaubhaft und ausgereift wirken lässt. Ebenfalls positiv ist, dass er homosexuell ist, was meiner Meinung nach zu wenig in Büchern vertreten ist. Der Schreibstil ist mir auch sehr positiv aufgefallen, da sich das Buch sehr flüssig lesen lässt. Ein negativer Punkt ist, dass es mir stellenweise schwer viel mich an die vielen Details und Technologien zu erinnern. Die wenigen Erklärungen hinten im Buch haben mir leider nicht immer geholfen, sodass ich öfter einmal zurück blättern musste. 
Was mir auch weniger gefallen hat, war das Ende des Thrillers das sehr gehetzt und unausgereift wirkte. Generell habe ich nichts gegen offene Enden einzuwenden, dieses schien jedoch unfertig und ich frage mich, ob es dazu dient, dass ein Folgeband erscheinen wird. Meiner Meinung nach bietet das Buch potential die Story weiterzuführen.

Fazit:
Ein spannender und abwechslungsreicher Thriller, der mich bis zum Schluss in seinen Bann gezogen hat und bei dem ich auf eine Fortsetzung hoffe.

Sonntag, 14. Januar 2018

Woman in Cabin 10; Rezension (Vorableseexemplar)

Sehr überaschende Wendungen

Allgemeine Informationen:
Buch: Woman in Cabin 10
Autor: Ruth Ware
Verlag: dtv
als Rezensionsexemplar von: vorablesen.de

Inhalt:
Laura Blacklock ist Journalistin und wird auf die Jungfernfahrt eines Luxuskreuzfahrtschiffs eingeladen. Doch schon die erste Nacht verläuft anders als erwartet: Mitten in der Nacht wird Lo von einem Geräusch geweckt, dass sich anhört als wäre eine Person von Bord gegangen. Als Lo versucht den anderen Passagieren von dem Vorfall und auch von ihrer Vermutung es handle sich um die Passagierin in Kabine 10, glaubt ihr jedoch Niemand und auch die Passagierin scheint nie existiert zu haben. 

Rezension:
Dieses Buch hat mich schon in der Leseprobe sehr gefesselt, was auch das ganze Buch größtenteils beibehalten hat.
Die Protagonistin war mir sehr sympathisch, da sie nicht unfehlbar und alles andere als perfekt ist. Sie hat ihre eigenen Laster zu bewältigen, was sehr gut in die Story miteinbezogen wurde, sodass man als Leser zwischendurch auch an ihrer Glaubwürdigkeit zweifelt.
Auch die anderen Charaktere waren sehr ausgereift und nicht wie üblich nur gut, bzw. nur unsympathisch, was mir sehr gefallen hat. 

Des Weiteren hat mir gefallen, dass das Buch einem das Gefühl gibt keinem wirklich trauen zu können. So ziemlich jede andere Person auf dem Schiff wird einmal von Lo und somit auch vom Leser verdächtigt in die Gegebenheiten verstrickt zu sein. Manchmal zweifelt man als Leser sogar selbst an der Glaubwürdigkeit der Protagonistin und vermutet, dass sie es sich eventuell doch nur eingebildet hat.
Am meisten haben mich die vielen nicht zu erwartenden Wendungen überzeugt, die mich als Krimi und Thriller Fan gänzlich überzeugt haben. Mehr möchte ich hier nicht verraten ;) 

Leider hat mir der Mittelteil des Buches gar nicht gefallen. Er schien in die Länge gezogen, da die Protagonistin über mehrere Kapitel im Prinzip das gleiche getan hat. Deshalb musste ich leider einen Stern abziehen.  

Fazit:
Ein sehr gelungener Thriller, den ich jedem empfehlen kann der gerne überrascht wird. Mehr kann und will ich hier nicht verraten, da es grade bei diesem Buch sehr schwer ist nicht zu spoilern.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Loving Clementine; Rezension (Vorableseexemplar)

Vielversprechend, aber doch enttäuschend

Allgemeine Informationen:
Buch: Loving Clementine
Reihe: Dearest
Autor: Lex Martin
Verlag: LYX digital
als Rezensionsexemplar von: vorablesen.de

Inhalt:
Die Protagonistin Clementine hat Jungs, nach mehreren schlechten Erfahrungen abgeschworen. Als sie jedoch für einen versehentlich belegten Uni-Kurs einen Liebesroman schreiben muss und an ihre Grenzen stößt, taucht der charmante Gavin auf und bietet ihr an ihren fiktiven Freund zu spielen, um ihr beim Schreiben des Buches zu helfen. Nach und nach wandelt sich die Fiktion in Realität.

Rezension:
Der Anfang der Buches hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war eine außergewöhnliche Idee und ich habe gehofft, dass die Umsetzung ebenso gut sein wird. Leider war dies nicht so, worauf ich jedoch erst später eingehen werde. 
Mir hat auch gefallen, dass es nicht nur ein platter Liebesroman war, sondern dass auch Krimielemete vorhanden waren. Dies hat dazu geführt, dass sich das Buch schnell lesen ließ und dass etwas Abwechslung gegeben war. Nur leider waren dies die einzigen positiven Dinge die ich über dieses Buch schreiben kann. Zunächst einmal war mir die Protagonistin bereits von Anfang an unsympathisch. Ich verstehe, dass sie einiges durchgemacht hat, jedoch versinkt sie dermaßen in Selbstmitleid, dass sie die Probleme andere entweder nicht mitbekommt oder sie erst nachdem sie nicht mehr zu leugnen sind beschließt doch etwas zu tun um zu helfen. Zwar hat sie sich im Laufe des Romans gebessert, sympathischer wurde sie jedoch nicht. Auch die interessante Idee, die mich am Anfang begeisterte wurde sehr schnell verworfen und der Roman wandelte sich in eine standard Liebesgeschichte voller Kitsch und Klischees, zu erwähnen ist hier das immer wiederkehrende Element der Eifersucht auf die ach so tolle Exfreundin des Loveintrests. An sich ist dies nichts schlimmes, jedoch habe ich mir mehr versprochen und bin sehr enttäuscht. Die zuvor erwähnten Krimielemente haben zwar frischen Wind in die Geschichte gebracht, waren jedoch sehr voraussehbar und haben mich bei der Auflösung nicht wirklich überrascht. 

Trotz alledem habe ich überlegt, ob ich dem Buch nicht doch drei Sterne gebe..und dann kam das letzte Kapitel. Dies hat mir den Lesespaß total verdorben und ich konnte es nur überfliegen. Ich versuche nicht zu sehr zu spoilern und trotzdem zu schreiben, was mich daran störte. Es wurde aus der Sicht von Gavin geschrieben, was eigentlich eine gute Idee ist. Jedoch war die Umsetzung extrem schlecht und er wurde als sexbesessener, liebestoller Vollidiot dargestellt, der bei allem was Clementine tat nicht aus dem schwärmen herauskam und am liebsten sofort mit ihr geschlafen hätte. Dies hat mich dann dazu bewegt dem Buch den Stern doch abzuziehen.  

Fazit:
Loving Clementine hat mich leider sehr enttäuscht. Aufgrund der Leseprobe und des Klappentextes habe ich mir einiges versprochen, das am Anfang auch gut umgesetzt wurde, jedoch immer weiter abbaute. Die Reihe werde ich höchstwahrscheinlich nicht fortsetzen.