Überraschend und innovativ
Autor: Andreas Eschbach
Verlag: Lübbe
Medium: Hörbuch
Inhalt:
Der Roman befasst sich mit dem zweiten Weltkrieg, jedoch unter der Voraussetzung, dass die Analytical Engine gebaut wurde und somit Computer, Mobiltelefone und das Internet vorhanden sind.
Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, um die Bürger Deutschlands zu überwachen. Nach dem diese ihr Privatleben in Gefahr bringen regen sich in ihr jedoch Zweifel.
Rezension:
Zu aller erst möchte ich erwähnen, was mich überhaupt dazu bewogen hat dieses Buch zu lesen. Ich selbst interessiere mich stark für Geschichte und studiere Informatik, was beides in diesem Buch seinen Platz findet. Jedes mal wenn Helene über ihre Programme spricht und z.B ein Komma vergessen hat (was durchaus einer der häufigsten Fehler beim Programmieren ist) musste ich schmunzeln. Auch die Erwähnung der geschichtlichen Hintergründe der analytical Engine und der ersten Programmiererin Ada Lovelace ließen mein Nerd-Herz höher schlagen. Sehr charmant war auch, dass Eschbach auch die korrekte Zeitlinie betrachtet hat, indem er den Geschichtsstudenten Artuhr in den Roman eingebunden hat, der eine Studienarbeit darüber geschrieben hat, was wäre, wenn der erste Computer nicht fertiggestellt wäre. Sein Gespräch mit Helene über diese Annahme war sehr unterhaltsam!
Die Grundidee, dass dieser erste Computer doch fertig gestellt wurde ist in diesem Buch sehr gelungen ausgearbeitet und irgendwann findet man es nicht mehr seltsam, wenn Menschen in der Nazi-Zeit ihr Handy zücken und sich gegenseitig Nachrichten schreiben oder in ein Forum posten. Es wurde auch sehr realistisch aufgezeigt, inwiefern das Nazi-Regime diese Entwicklung für ihre Propaganda und auch für die totale Überwachung der Menschen ausnutzt.
Des Weiteren mochte ich die Charaktere des Buches sehr. Sie waren sehr realistisch dargestellt und nicht in gut und böse aufgeteilt. Helene, die meist gute Absichten verfolgt, war nicht unfehlbar und hatte auch ihre schlechten Seiten. Im Gegensatz dazu steht ihr Kollege Lettke, den ich absolut nicht leiden konnte, was jedoch vom Autor beabsichtigt war. Jedoch gab es auch bei diesem einige Momente in denen ich regelrecht Mitleid mit ihm hatte. Eine solche Darstellung von Charakteren gefällt mir immer sehr gut, da sie dem Roman sehr viel realistischer macht, da auch im echten Leben jeder seine guten und seine schlechten Seiten hat.
Auch das Ende hat mich vollends überzeugt und mich letztendlich dazu bewegt dieses Buch in meine Favoriten aufzunehmen. Viel möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern, aber es hat sehr gut zum Rest des Romans gepasst und ein anderes hätte mir vermutlich das ganze Buch verdorben. Es lässt einen nicht mehr los und passt perfekt zu der eher bedrückten Stimmung des Romans.
Leider muss ich jedoch einigen Menschen davon abraten dieses Buch zu lesen, da sexueller Missbrauch und auch Vergewaltigung sehr explizit beschrieben werden und dies bei Betroffenen einen Trigger darstellen könnte.
Fazit:
NSA ist ein wirkliches Highlight und ich empfehle es jedem, der sich für Geschichte oder Computer interessiert. Die totale Überwachung und die Grausamkeit des Nazi-Regimes wurden sehr gut miteinander verbunden und hat mich wirklich komplett überzeugt. Eine absolute Leseempfehlung!
Medium: Hörbuch
Der Roman befasst sich mit dem zweiten Weltkrieg, jedoch unter der Voraussetzung, dass die Analytical Engine gebaut wurde und somit Computer, Mobiltelefone und das Internet vorhanden sind.
Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, um die Bürger Deutschlands zu überwachen. Nach dem diese ihr Privatleben in Gefahr bringen regen sich in ihr jedoch Zweifel.
Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, um die Bürger Deutschlands zu überwachen. Nach dem diese ihr Privatleben in Gefahr bringen regen sich in ihr jedoch Zweifel.
Rezension:
Zu aller erst möchte ich erwähnen, was mich überhaupt dazu bewogen hat dieses Buch zu lesen. Ich selbst interessiere mich stark für Geschichte und studiere Informatik, was beides in diesem Buch seinen Platz findet. Jedes mal wenn Helene über ihre Programme spricht und z.B ein Komma vergessen hat (was durchaus einer der häufigsten Fehler beim Programmieren ist) musste ich schmunzeln. Auch die Erwähnung der geschichtlichen Hintergründe der analytical Engine und der ersten Programmiererin Ada Lovelace ließen mein Nerd-Herz höher schlagen. Sehr charmant war auch, dass Eschbach auch die korrekte Zeitlinie betrachtet hat, indem er den Geschichtsstudenten Artuhr in den Roman eingebunden hat, der eine Studienarbeit darüber geschrieben hat, was wäre, wenn der erste Computer nicht fertiggestellt wäre. Sein Gespräch mit Helene über diese Annahme war sehr unterhaltsam!
Die Grundidee, dass dieser erste Computer doch fertig gestellt wurde ist in diesem Buch sehr gelungen ausgearbeitet und irgendwann findet man es nicht mehr seltsam, wenn Menschen in der Nazi-Zeit ihr Handy zücken und sich gegenseitig Nachrichten schreiben oder in ein Forum posten. Es wurde auch sehr realistisch aufgezeigt, inwiefern das Nazi-Regime diese Entwicklung für ihre Propaganda und auch für die totale Überwachung der Menschen ausnutzt.
Des Weiteren mochte ich die Charaktere des Buches sehr. Sie waren sehr realistisch dargestellt und nicht in gut und böse aufgeteilt. Helene, die meist gute Absichten verfolgt, war nicht unfehlbar und hatte auch ihre schlechten Seiten. Im Gegensatz dazu steht ihr Kollege Lettke, den ich absolut nicht leiden konnte, was jedoch vom Autor beabsichtigt war. Jedoch gab es auch bei diesem einige Momente in denen ich regelrecht Mitleid mit ihm hatte. Eine solche Darstellung von Charakteren gefällt mir immer sehr gut, da sie dem Roman sehr viel realistischer macht, da auch im echten Leben jeder seine guten und seine schlechten Seiten hat.
Auch das Ende hat mich vollends überzeugt und mich letztendlich dazu bewegt dieses Buch in meine Favoriten aufzunehmen. Viel möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern, aber es hat sehr gut zum Rest des Romans gepasst und ein anderes hätte mir vermutlich das ganze Buch verdorben. Es lässt einen nicht mehr los und passt perfekt zu der eher bedrückten Stimmung des Romans.
Leider muss ich jedoch einigen Menschen davon abraten dieses Buch zu lesen, da sexueller Missbrauch und auch Vergewaltigung sehr explizit beschrieben werden und dies bei Betroffenen einen Trigger darstellen könnte.
Die Grundidee, dass dieser erste Computer doch fertig gestellt wurde ist in diesem Buch sehr gelungen ausgearbeitet und irgendwann findet man es nicht mehr seltsam, wenn Menschen in der Nazi-Zeit ihr Handy zücken und sich gegenseitig Nachrichten schreiben oder in ein Forum posten. Es wurde auch sehr realistisch aufgezeigt, inwiefern das Nazi-Regime diese Entwicklung für ihre Propaganda und auch für die totale Überwachung der Menschen ausnutzt.
Des Weiteren mochte ich die Charaktere des Buches sehr. Sie waren sehr realistisch dargestellt und nicht in gut und böse aufgeteilt. Helene, die meist gute Absichten verfolgt, war nicht unfehlbar und hatte auch ihre schlechten Seiten. Im Gegensatz dazu steht ihr Kollege Lettke, den ich absolut nicht leiden konnte, was jedoch vom Autor beabsichtigt war. Jedoch gab es auch bei diesem einige Momente in denen ich regelrecht Mitleid mit ihm hatte. Eine solche Darstellung von Charakteren gefällt mir immer sehr gut, da sie dem Roman sehr viel realistischer macht, da auch im echten Leben jeder seine guten und seine schlechten Seiten hat.
Auch das Ende hat mich vollends überzeugt und mich letztendlich dazu bewegt dieses Buch in meine Favoriten aufzunehmen. Viel möchte ich nicht verraten, um nicht zu spoilern, aber es hat sehr gut zum Rest des Romans gepasst und ein anderes hätte mir vermutlich das ganze Buch verdorben. Es lässt einen nicht mehr los und passt perfekt zu der eher bedrückten Stimmung des Romans.
Leider muss ich jedoch einigen Menschen davon abraten dieses Buch zu lesen, da sexueller Missbrauch und auch Vergewaltigung sehr explizit beschrieben werden und dies bei Betroffenen einen Trigger darstellen könnte.
Fazit:
NSA ist ein wirkliches Highlight und ich empfehle es jedem, der sich für Geschichte oder Computer interessiert. Die totale Überwachung und die Grausamkeit des Nazi-Regimes wurden sehr gut miteinander verbunden und hat mich wirklich komplett überzeugt. Eine absolute Leseempfehlung!

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