Gute Idee, Durchwachsene Umsetzung
Autor: Jane Nickerson
Verlag: Cbj
Medium: Buch
Inhalt:
In dieser Adaption des Märchens Blaubart geht es um Sophia, deren Eltern beide verstorben sind und die daraufhin von ihrem Patenonkel Monseur Bernard aufgenommen wird. Bei ihm lebt sie nun in einem luxuriösen Anwesen in Mississippi, wo sie ein neues Leben mit ihrem attraktiven Patenonkel, der wie sich schnell zeigt auch seine dunklen Seiten hat.
Rezension:
Wie in jeder Rezension beginne ich mit den Aspekten, die mir an dem Buch positiv aufgefallen sind.
Die Wahl der Themen gefiel mir sehr. Unter anderem wurde das Thema Sklaverei in Amerika und die damit verbundene Brutalität im Buch beschrieben. Dies geschah zwar etwas abgeschwächt, was in einem Jugendbuch jedoch sehr angemessen ist, da ich übertriebene Gewalt in Jugendbüchern eher kritisch betrachte.
In gewisser Weise wurde auch das Stockholm-Syndrom thematisiert, da Sophia von ihrem Onkel in gewisser Weise von der Außenwelt abgeschottet wird, jedoch trotzdem mit ihm sympathisiert. Mehr kann ich hier jedoch, ohne zu spoilern, nicht ins Detail gehen.
Auch die Vorlage des Märchens Blaubart wurde gut eingebunden. M. Bernard passte perfekt in die Rolle, da er gleichzeitig als sympathisch und gut aussehend, jedoch auch als launisch und düster beschrieben wurde. Dieser düstere Stil wurde auch auf sein Anwesen übertragen, sodass man als Leser immer eine gothic-ähnliche Scene vor Augen hatte, was sehr gut zur Thematik des Buches passt.
Die zweite Hälfte des Buches hat mir auch sehr gefallen jedoch...
... war die erste Hälfte des Buches nicht sehr spannend und interessant, was mich zu meinem ersten negativen Punkt dieses Buches bringt. Ich verstehe, dass die Isolation Sophias ein großer Teil der Handlung ist, jedoch wandert sie oft ziellos durch das Anwesen, ohne dass die Handlung großartig vorangetrieben wird. Es werden zwar Ereignisse, wie ein Gottesdienst etc., beschrieben, jedoch waren diese meist banal und langweilig. Dadurch, dass nur ab und an etwas für die Story relevantes passiert sind die ersten 150 Seiten sehr langatmig und wirken gestreckt.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was bei Jugendbüchern oft der Fall ist, jedoch passt dieser teilweise nicht zu der Zeit in der die Handlung stattfindet. Zum Beispiel benutzte Sophia einmal in einem inneren Monolog den Ausdruck "und so", der im Jahre 1855 sicher nicht verwendet wurde. Dies holte mich von der Geschichte leider wieder in die Realität zurück und war auch leider kein ein Einzelfall.
Fazit:
Im großen und ganzen war dieses Buch in Ordnung und hat mich stellenweise gut unterhalten. Leider muss man sich erst durch die ersten Seiten kämpfen, damit die Geschichte fahrt aufnimmt.
Medium: Buch
In dieser Adaption des Märchens Blaubart geht es um Sophia, deren Eltern beide verstorben sind und die daraufhin von ihrem Patenonkel Monseur Bernard aufgenommen wird. Bei ihm lebt sie nun in einem luxuriösen Anwesen in Mississippi, wo sie ein neues Leben mit ihrem attraktiven Patenonkel, der wie sich schnell zeigt auch seine dunklen Seiten hat.
Rezension:
Wie in jeder Rezension beginne ich mit den Aspekten, die mir an dem Buch positiv aufgefallen sind.
Die Wahl der Themen gefiel mir sehr. Unter anderem wurde das Thema Sklaverei in Amerika und die damit verbundene Brutalität im Buch beschrieben. Dies geschah zwar etwas abgeschwächt, was in einem Jugendbuch jedoch sehr angemessen ist, da ich übertriebene Gewalt in Jugendbüchern eher kritisch betrachte.
In gewisser Weise wurde auch das Stockholm-Syndrom thematisiert, da Sophia von ihrem Onkel in gewisser Weise von der Außenwelt abgeschottet wird, jedoch trotzdem mit ihm sympathisiert. Mehr kann ich hier jedoch, ohne zu spoilern, nicht ins Detail gehen.
Auch die Vorlage des Märchens Blaubart wurde gut eingebunden. M. Bernard passte perfekt in die Rolle, da er gleichzeitig als sympathisch und gut aussehend, jedoch auch als launisch und düster beschrieben wurde. Dieser düstere Stil wurde auch auf sein Anwesen übertragen, sodass man als Leser immer eine gothic-ähnliche Scene vor Augen hatte, was sehr gut zur Thematik des Buches passt.
Die zweite Hälfte des Buches hat mir auch sehr gefallen jedoch...
... war die erste Hälfte des Buches nicht sehr spannend und interessant, was mich zu meinem ersten negativen Punkt dieses Buches bringt. Ich verstehe, dass die Isolation Sophias ein großer Teil der Handlung ist, jedoch wandert sie oft ziellos durch das Anwesen, ohne dass die Handlung großartig vorangetrieben wird. Es werden zwar Ereignisse, wie ein Gottesdienst etc., beschrieben, jedoch waren diese meist banal und langweilig. Dadurch, dass nur ab und an etwas für die Story relevantes passiert sind die ersten 150 Seiten sehr langatmig und wirken gestreckt.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was bei Jugendbüchern oft der Fall ist, jedoch passt dieser teilweise nicht zu der Zeit in der die Handlung stattfindet. Zum Beispiel benutzte Sophia einmal in einem inneren Monolog den Ausdruck "und so", der im Jahre 1855 sicher nicht verwendet wurde. Dies holte mich von der Geschichte leider wieder in die Realität zurück und war auch leider kein ein Einzelfall.
Die Wahl der Themen gefiel mir sehr. Unter anderem wurde das Thema Sklaverei in Amerika und die damit verbundene Brutalität im Buch beschrieben. Dies geschah zwar etwas abgeschwächt, was in einem Jugendbuch jedoch sehr angemessen ist, da ich übertriebene Gewalt in Jugendbüchern eher kritisch betrachte.
In gewisser Weise wurde auch das Stockholm-Syndrom thematisiert, da Sophia von ihrem Onkel in gewisser Weise von der Außenwelt abgeschottet wird, jedoch trotzdem mit ihm sympathisiert. Mehr kann ich hier jedoch, ohne zu spoilern, nicht ins Detail gehen.
Auch die Vorlage des Märchens Blaubart wurde gut eingebunden. M. Bernard passte perfekt in die Rolle, da er gleichzeitig als sympathisch und gut aussehend, jedoch auch als launisch und düster beschrieben wurde. Dieser düstere Stil wurde auch auf sein Anwesen übertragen, sodass man als Leser immer eine gothic-ähnliche Scene vor Augen hatte, was sehr gut zur Thematik des Buches passt.
Die zweite Hälfte des Buches hat mir auch sehr gefallen jedoch...
... war die erste Hälfte des Buches nicht sehr spannend und interessant, was mich zu meinem ersten negativen Punkt dieses Buches bringt. Ich verstehe, dass die Isolation Sophias ein großer Teil der Handlung ist, jedoch wandert sie oft ziellos durch das Anwesen, ohne dass die Handlung großartig vorangetrieben wird. Es werden zwar Ereignisse, wie ein Gottesdienst etc., beschrieben, jedoch waren diese meist banal und langweilig. Dadurch, dass nur ab und an etwas für die Story relevantes passiert sind die ersten 150 Seiten sehr langatmig und wirken gestreckt.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, was bei Jugendbüchern oft der Fall ist, jedoch passt dieser teilweise nicht zu der Zeit in der die Handlung stattfindet. Zum Beispiel benutzte Sophia einmal in einem inneren Monolog den Ausdruck "und so", der im Jahre 1855 sicher nicht verwendet wurde. Dies holte mich von der Geschichte leider wieder in die Realität zurück und war auch leider kein ein Einzelfall.
Fazit:
Im großen und ganzen war dieses Buch in Ordnung und hat mich stellenweise gut unterhalten. Leider muss man sich erst durch die ersten Seiten kämpfen, damit die Geschichte fahrt aufnimmt.

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