Sonntag, 10. September 2017

Paper Princess; Rezension

Sexistisch und voraussehbar 

Allgemeine Informationen
Buch: Paper Princess
Autor: Erin Watt
Verlag: Piper Verlag
Genre: New Adult

Inhalt:
Die 17 Jährige Ella ist nach dem Tod ihrer Mutter auf sich allein gestellt, bis eines Tages ihr reicher Vormund Collum Royal auftaucht und sie mit in seine Villa nimmt. Seine Söhne sind davon nicht begeistert und machen Ella das Leben sehr schwer. Vor allem Reed ist sehr unhöflich zu ihr, trotzdem fühlt sie sich zu ihm hingezogen.

Rezension:
Wie bei jeder Rezension möchte ich zunächst mit den positiven Dingen dieses Buches anfangen. Nur leider gibt es da nicht viele.
Zum einen werden Ellas Gefühle gut beschrieben, sowie die Situationen in denen sie sich befindet, somit kann man sich gut in die Protagonistin hineinversetzen und das Buch lässt sich flüssig lesen.
Auch die Welt der "Rich Kids" wurde sehr gut durch die verzogenen Royals und deren Mitschüler dargestellt, sowie die Probleme derer, die sich zwar in dieser Welt bewegen, aber nicht mit Reichtum prahlen können.

Die negativen Aspekte überwiegen leider in diesem Buch. Zu aller erst ist das Thema von einem armen Mädchen, das durch Zufall in die Welt der Reichen gelangt ziemlich ausgelutscht und wurde auch hier nicht wirklich innovativ umgesetzt. Das Buch war dadurch sehr voraussehbar und stellenweise auch langweilig.
Am meisten störte mich, dass dieses Buch unglaublich sexistisch ist. Ella wurde von den Royal-Brüdern extrem schlecht behandelt und auch Äußerungen über andere weibliche Personen, die in dem Buch eine Rolle spielten waren unter der Gürtellinie. Normalerweise bin ich nicht sonderlich empfindlich, wenn Sexismus in Büchern eine Rolle spielt, so sind z.B auch einige Charaktere in Stephen King Büchern Frauen gegenüber herablassend, jedoch wird es in diesen Büchern nicht romantisiert. Die Tatsache, dass sich Ella trotz allen Gemeinheiten und herablassenden Sprüchen zu Reed hingezogen fühlt und nicht einmal kritisiert wird, was er oder seine Brüder teilweise von sich geben ist meiner Meinung nach kaum zu entschuldigen. 

Fazit:
Dieses Buch gefiel mir überhaupt nicht. Der Schreibstil und auch die Darstellung der Gefühle waren zwar gut, jedoch tröstet dies nicht über die ausgelutschte Thematik und den Sexismus hinweg. Die nächsten Teile dieser Buchreihe werde ich folglich nicht mehr lesen.
Bewertung:




Quellen:
Infos zur Covernutzung: https://www.piper.de/blogger

Cover: https://www.piper.de/uploads/import/produkte/produkt-13541.jpg

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